Rezension: Die Namen der Toten

Die Namen der Toten

von Sarah Bailey



 

Informationen zum Buch:

Name: Die Namen der Toten
Autor: Sarah Bailey

Originaltitel: All The Lost Ones
Verlag: Penguin
Einband: Taschenbuch
Preis: 10,00 €
Seitenanzahl: 464
Erscheinungsdatum: 9. Januar 2018
ISBN:
978-3328101741


Inhalt:

Detective Richard Vega ist erfahrener Kriminalpolizist und immer im Dienst. Wie auch nicht, wenn man plötzlich mit einem Mordfall zu tun hat, der einem anderen von vor sechs Jahren sehr ähnelt? Vega beginnt zu zweifeln, ob sie damals tatsächlich den Richtigen geschnappt hatten. Eines ist er sich aber sicher, der 15-jährige tote Junge verdient Gerechtigkeit. 
Gemeinsam mit und ab und zu auch alleine, beginnt der Detective zu ermitteln und schon bald erweist sich der Fall als viel tiefschichtiger und komplizierter, als zunächst gedacht.  

Meine Meinung: 
Die Covergestaltung finde ich passend und strahlt eine unheimliche Atmosphäre aus. Der Titel weckte meine Neugier sehr, aber nach dem Lesen finde ich den Titel nicht zum Inhalt passend. Die Inhaltsangabe war sehr inhaltsreich, es wurden viele Punkte genannt, die in der Geschichte vorkommen sollten.

Begonnen hat die Handlung mit einem Prolog, in dem man aus der Perspektive von Deano seine letzten Momente vor seinem grausamen Tod miterlebt.
Anschließend wird die Geschichte durchgängig aus der Sicht von DS Vega geschrieben. Zu Beginn steht er kurz vor einem privaten Besuch eines Konzertes, was er wegen eines neuen Falls jedoch nicht schafft. 
Der Anblick des toten 15-jährigen Jungen, versetzt Vega zurück in die Vergangenheit, wo er schon einmal vor einem ganz ähnlichen Mordfall stand. Zwar haben sie den Schuldigen gefasst, doch sind die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Opfern gravierend, sodass Vega zweifelt. 

Während seinen Nachforschungen legt er sich nicht nur mit dem Umfeld des Jungen an, auch mit seinem Team gerät er in mehrere Konflikte. 
Nach einem tragischen Zwischenfall wird DS Vega beurlaubt, doch zuhause Däumchen zu drehen, kommt für Vega nicht in Frage. Auf eigene Faust ermittelt er weiter und stößt dabei auf eine große Sache, der er alleine nicht gewachsen ist.

Der Protagonist DS Vega wird als vielschichtiger Charakter dargestellt, dem seine Moral und sein Anliegen an erster Stelle stehen. Seine zweifelslos interessanten Züge wurden meiner Meinung nach jedoch nicht klar genug in der Geschichte deutlich. An manchen Stellen habe ich mich manchmal gefragt, wer/ wie/ was, weil mir der Zusammenhang bzw. die Beziehung nicht ersichtlich waren. 

Insgesamt hat die Geschichte einen sehr interessanten Kern, die einen gewissen Spannungsaufbau mit sich zieht. Jedoch scheitert es meines Glaubens nach, etwas an der Vielzahl der Informationen und Charaktere, wo man als Leser leicht den Überblick verlieren kann. Zwar wurden wesentliche Punkte, die den Fall betreffen manchmal zusammenfassend erläutert, doch insgesamt ist es mir persönlich alles etwas zu viel und zu durcheinander.
Ich glaube, dass die Autorin eine sehr gute Idee hatte, jedoch ihre eigentliche Absicht vielleicht nicht ganz so rüber bringen konnte, wie sie es vielleicht wollte.

Fazit:
Ein umfangreicher Kriminalroman mit einer vielschichtigen Geschichte, die an ein leichtes Durcheinander grenzt, jedoch für Krimi-Liebhaber, die eine gewisse Tiefe mögen, gut geeignet.


💙💙💙   /💙💙💙💙💙
(3 von 5 Sternen) 

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