Rezension: Morgenland

Morgenland

von Luise Rist

 

 

Informationen zum Buch:

Name: Morgenland - Die Geschichte einer Liebe auf der Flucht
Autor: Luise Rist
Verlag: cbt
Einband: Taschenbuch
Preis: 8,99 €
Seitenanzahl: 283
Erscheinungsdatum: 09. Januar 2018
ISBN: 978-3570311394



 

Inhalt:

Die junge Erwachsene Frida hat Liebeskummer und um mal raus zu kommen, beschließt sie nach Serbien zu reisen, um dort eine Hilfsorganisation zu unterstützen. Doch als sie ankommt, verläuft nicht alles wie geplant, anstatt Teil der Organisation zu sein, macht sich Frida alleine auf den Weg.
Dabei lernt sie das Land und die Menschen von einer ganz anderen Seite kennen. Außerdem trifft sich Ali, einen jungen Afghanen, der die Grenze überqueren möchte. Hals über Kopf verliebt sich Frida in ihn und beschließt ihn zu begleiten. Doch da Ali keinen Pass hat, sind die beiden auf der Flucht...
Wird ihre Liebe die Grenzen überwinden können?


Meine Meinung:

Das Cover wirkt auf mich sehr emotional, das das Gesicht im Hintergrund in die Ferne zu schauen scheint und da sofort ein melancholisches Gefühl in mir aufstieg. Ansonsten finde ich die Gestaltung sehr eindrucksvoll.
Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht.

Die Handlung wird durchgängig aus der Sicht von Frida erzählt, sodass man als Leser einen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle erhält. Allerdings gibt es eher Beschreibungen der Situation, anstatt tiefgründige Einblicke in ihr Inneres. 
Die Dialoge sind meistens knapp gehalten, teilweise auch in anderen Sprachen. Einerseits hat es teilweise etwas das Leseverstehen erschwert, doch trotzdem ist der Inhalt der Worte aus dem Zusammenhang erklärbar. Weiterhin finde ich es faszinierend, von/auf einer anderen Sprache zu lesen, auch wenn es nur knappe Wortgruppen waren.

Zu Beginn der Handlung erlebt man Frida als eine enttäuschte junge Frau, da sie frisch verlassen wurde. Doch ihre beste Freundin Anita, die mit ihrer Familie illegal eingewandert ist, und ihre Mutter unterstützen sie. 
Als sie sich von einer Meldung einer Hilfsorganisation in Serbien angesprochen fühlt, beschließt sie dahin zu reisen, um die Flüchtlinge dort zu unterstützen.

Doch statt einem geregelten Empfang mit Quartier, macht sie sich kurzerhand selbst auf den Weg. Währenddessen begegnet sie dem Flüchtling Ali, in den sie sich verliebt. Gemeinsamschließen die beiden sich einer Flüchtlingsgruppe an, um über die Grenze zu kommen und neu anzufangen.
Doch der Weg ist nicht einfach, sie geraten in Kontrollen, werden verfolgt und müssen sich unbemerkt Nahrung besorgen. Das ist gar nicht so einfach, wenn man nirgends erwünscht ist...
So erfährt Frida am eigenen Leib, wie es ist ein Flüchtling zu sein.

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Ich finde das Thema faszinierend und ich staune darüber, wie Luise Rist die Umsetzung gelungen ist. Teiweise habe ich richtig mitfiebern können und war verzweifelt, wenn Frida es war und litt mit ihr, wenn sie einen Tiefschlag erlebte. 
Jedoch mussnich zugeben, dass die Handlung mich nicht durchgehend fesseln konnte, manchmal war mir zu wenig Tiefe, zu wenig Emotionalität in der Geschichte enthalten. 

Auch an Frida kamich nicht ganz ran, wie schon gesagtund gelobt, war die Geschichte teilweise echt fesselnd, aber Frida wirkte doch oft unnahbar. Ihre Entwicklung vom naiven zum reiferen Menschen hat man deutlich mitverfolgen können, jedoch kann ich mit dem Ende nicht so richtig anfreunden.


Fazit:
Das Buch verspricht auf jeden Fall eine spannende und abenteuerreiche Geschichte, in der man viel über die Flüchtlingssituation und Liebe erfährt. Ich denke, dass man dafür ein gewisses Interesse besitzen muss um es zu mögen.


💙💙💙🎵 /💙💙💙💙💙
(3,5 von 5 Sternen) 

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