Rezension: Schloss aus Glas

Schloss aus Glas

von Jeannette Walls

 

 

  Informationen zum Buch:

 

Name: Schloss aus Glas
Autor: Jeannette Walls
Verlag: Diana
Einband: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
Seitenanzahl: 383
Erscheinungsdatum: 21. August 2017
ISBN: 978-3453359680




Inhalt:

 

 Jeannette Walls hatte eine außergewöhnliche Kindheit mit einer außergewöhnlichen Familie. Ihre Mutter kümmert sich nicht um Regeln und ihr Vater betrinkt sich lieber, als für die Familie zu sorgen. Dann sind da auch noch ihre drei Geschwister, die eine große Hilfe für Jeannette sind.
Zusammen lebt die Familie überall und nirgendwo, sie ziehen umher, wenn den Eltern ein Ort gefällt bleiben sie eine Weile dort, bis es ihnen zu langweilig wird oder sie von der Polizei gesucht werden. Keine Spur von einem gemütlichen Haus, einem warmen Bett oder auch nur regelmäßigen Mahlzeiten. 
Während die Eltern immer mehr in ihre eigene Welt abrutschen, fragen sich die Kinder, ob das wirklich ihr Leben sein kann...




Meine Meinung:

 

Es ist ein absolutes offenes und tiefgründiges Buch, mit dem Jeannette Walls von ihrer Kindheit berichtet. Ich war (und bin immer noch) geschockt, getroffen und irgendwie auch erleichtert über das Ende. 
Es ist eine unbeschreiblich erschreckende und spannende Geschichte und ich bewundere die Autorin, dass sie den Mut hatte, ihre Geschichte der Welt zu offenbaren. Danke dafür! 

Das Exemplar, das ich erhalten habe, ist die Filmausgabe zum gleichnamigen Kinofilm. Das Cover stellte für mich einen harmlosen, harmonischen Familienausflug dar. Doch als ich den Klappentext gelesen habe, war ich mehr als überrascht und wollte wissen, was worum es wirklich geht.

Die Handlung ist fortlaufend aus der Sicht der Autorin Jeannette Walls geschrieben. Ich konnte von Anfang an super mit ihr mitfühlen! Der Schreibstil war durchweg flüssig und spannend gehalten, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, weil ich immer wissen wollte, wie es weiter ging.

Zunächst beginnt die Geschichte mit einem kurzen Ausschnitt aus der Zukunft, in dem die Autorin sehr nachdenklich ist und einiges hinterfragt. 

Dann geht die Handlung chronologisch los. Es beginnt mit mit den frühesten Kindheitserinnerungen: der Beschreibung der Eltern und der Lebensumstände. 

Es ist verdammt schockierend zu lesen, wie Kinder auf solch eine Weise aufwachsen. Den Eltern ist esmehr oder weniger egal was sie machen, hauptsache es wird ihnen nicht widersprochen. Sie fahren kreuz und quer durch das Land um kurzzeitig irgendwozu leben, nur um darauf wieder weiterzuziehen. Wenn die Kinder mal zur Schule gehen, werden sie nur ausgelacht und ausgegrenzt, sodass sie ziemlich für sich bleiben.

Und obwohl das kaum fassbare Zustände sind, ist Jeannette doch ganz glücklich. Doch im Laufe ihrer Entwicklung, merkt sie, dass das kein Leben für sie ist. Gerade mal 10 Jahre und schon muss sie ihren Vater aus Kneipen holen, arbeiten um Lebensmittel zu kaufen, Rechnungen bezahlen und dafür sorgen, dass die Mutter zur Arbeit geht. 

Schließlich überlegt sie wegzugehen. Aber andererseits kann sie ihre Familie doch nicht im Stich lassen?


Ich muss einfach nochmal betonen, dass es ein absolut gefühlvolles Buch ist und ich so in der Geschichte drin war, dass es mir am Ende fast Leid tat, das Buch aus der Hand zu legen.

Es ist absolut empfehlenswert für Jung und Alt, ich glaube man kann sich einiges daraus mitnehmen!


💙💙💙💙🎵/💙💙💙💙💙
(4,5 Sterne)  

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