Rezension: Im Traum kannst du nicht lügen

Im Traum kannst du nicht lügen

von Malin Persson Giolito

 

  Informationen zum Buch:

 

Name: Im Traum kannst du nicht lügen
Autor: Malin Persson Giolito
Verlag: Bastei Lübbe
Einband: Paperback/ eBook
Preis: 16,00 €/ 11,99 €
Seitenanzahl: 461
Erscheinungsdatum: 26. Oktober 2017
ISBN: 978-3431039931






Inhalt:

Schülerin Maja Norberg, gerade mal 18 Jahre alt, steht vor Gericht. Der Grund dafür ist ein Amoklauf an ihrer Schule, den sie geplant und ausgeübt haben soll. In einem geschlossenen Raum fing ihr Freund Sebastian an zu schießen. Maja schoss ebenfalls, auf den Täter. 
Nun wird sie angeklagt an dem Tod der 5 Opfer Schuld zu sein und darüber hinaus ihren Freund zu einem weiteren Mord anstiftet zu haben. Außerdem soll sie mutwillig ihre beste Freundin erschossen haben.
Aber wie kam es dazu, dass Maja und ihr Freund Sebastian, Sohn des reichsten Mannes in Schweden, in so eine Situation gerieten? Ist Maja wirklich schuldig?



Meine Meinung:

 Zuallererst: Es ist ein unglaubliches Buch! Doch ist es unglaublich gut oder unglaublich schlecht oder vielleicht beides? 
Darüber habe ich lange nachgedacht und bin zu folgendem Entschluss gekommen:

Der Titel klang für mich sehr vielversprechend und auch der Klappentext verprach eine interessante Handlung. Das Cover hat mich nicht so angesprochen und es passt meiner Meinung nach nicht zum Geschehen. 

Außerdem ist zu erwähnen, dass dieser Roman den "Nordischen Krimipreis 2017" verliehen bekommen hat. Das hat mich nochmal besonders angespornt es zu lesen.  

Die Handlung wird aus der Sicht der Protagonistin Maja erzählt. Dabei erzählt sie von ihrem gegenwärtigen Zeitpunkt mit Rückblicke in die vergangenen Ereignisse, die für diese Gechschichte von Bedeutung sind.

Als Leser wird man mitten in die Ereignisse hinein "geworfen", denn das Buch beginnt mit einem kurzen Prolog in dem Tatort des besagten Massakers. Maja beschreibt die im Raum liegenden Leichen.
Daran knüpft direkt die Gerichtsverhandlung an, die Wochen nach der Tat angesetzt wurde. Die Zeit bis zum Prozess verbrachte sie im Frauengefägnis in Isolationshaft, denn ihr wird vorgeworfen, ihren Freund Sebastian zu einem Mord und dem Blutbad angestachelt sowie ihre beste Freundin und Sebastian erschossen zu haben. 

Gleich zu Beginn kam mir Maja sehr abgebrüht und tough vor. Sie findet es in ihrer Zelle besser als Zuhause, sie beharrt nicht vehement auf ihre Unschuld und ihr scheint der Tod der Gestorbenen nicht Leid zu tun.
Doch während des Lesens erfährt man, wie die eigentliche Maja war und wie sie sich letztendlich so entwickelt hat.

Für mich stand die Schuldfrage außer Frage, ich dachte es geht lediglich um die Ursachen und Einzelheiten des Vorfalls. Aber da habe ich mich mächtig geirrt.

Das Buch ist wie ein Puzzle aufgebaut. Am Anfang hat man einen groben Überblick über die Teile, aber man muss sie erst nacheinander zusammensetzen und die Lücken schließen, um herauszufinden was tatsächlich passiert ist. Zudem ist die Geschichte voller unerwarteter Wendungen, die den Leser weiter zum Nachdenken anregen.  

Jedoch muss ich sagen, dass sich das Lesen an einigen Stellen sehr lange hingezogen hat, da die Beschreibungen der Situation mir manchmal viel zu langatmig waren und ich sie auch nicht sonderlich spannend fande. Zudem finde ich die Charakterzüge einzelner Personen sehr verwirrend, weil Maja sie so beschrieb und dann nochmal ganz andere Sachen von ihnen berichtete.

Besonders beeindruckt hat mich die Gabe der Autorin, sich in dieses Mädchen hineinzuversetzen und solch eine Situation zu erschaffen. Ich konnte mir nicht annähernd vorstellen, was Angeklagte in so einem Fall denken, wie sie sich fühlen oder wie es zu dieser Grausamkeit kam, doch dieses Buch hat es geschafft, dass ich die Ereignisse wenigstens nachvollziehen konnte. 
Ich habe mir etwas mehr davon erhofft, aber bin dennoch zufrieden.


Aufgrund der ernsten Thematik empfehle ich dieses Buch Personen ab 16 Jahren und die eventuell ein etwas härteres Fell haben.


💙💙💙🎵 
(3,5 Sterne) 
 

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