Rezension: Scherben der Dunkelheit

Scherben der Dunkelheit

von Gesa Schwartz

 

 

 Informationen zum Buch:

Name: Scherben der Dunkelheit
Autorin: Gesa Schwartz
Verlag: cbt
Einband:Gebundene Ausgabe
Preis: 19,99€
Seitenanzahl: 588
Erscheinungsdatum: 25. September 2017
ISBN: 978-3-570-16485-3




Inhalt:

Als die 16-jährige Anouk zum ersten Mal die Vorstellung des Dark Circus besucht, ist sie sofort von seiner Magie fasziniert. Als sie kurz darauf selbst ein Teil des geheimnisvollen Zirkus wird, muss sie feststellen, dass nichts ist, wie es scheint. Schon bald schwebt sie in tödlicher Gefahr und erkennt, dass sie eine gefährliche Aufgabe zu erfüllen hat...


Meine Meinung:  

Als ich die Beschreibung zu dem Buch gelesen habe, war ich sehr skeptisch. Einerseits ist eine sehr originelle Idee, eine Geschichte, die von einem Zirkus handelt, zu schreiben, doch andererseits war ich mir nicht sicher, ob mich diese Geschichte wirklich mitreißen kann.
Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen, denn man wusste sofort worum es ging und lernte nebenbei auch schon etwas die Protagonistin Anouk kennen. Mit Anouk konnte ich nicht so richtig was anfangen. Als Leser hat man nicht besonders viel über sie erfahren. Es kamen ein paar Dinge zu ihren Eltern und ihrem Bruder, einigen ihren Charakterzügen, aber sonst lernte man sie nicht wirklich kennen. Ich finde es toll, wie schlagfertig und begeisterungsfähig sie ist, aber ansonsten ist ihr Charakter leider eher schwach. Der Bezug zu ihrem gestorbenen Bruder ist immer gleich. Es geht darum, wie sehr sie ihn vermisst und wie wichtig sie beide einander waren. Aber es wird nie ein schlechtes Wort erwähnt. Als Geschwister ist doch nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen, normalerweise streitet man sich, ist mal laut und verträgt sich wieder. Das macht doch eine geschwisterliche Beziehung doch erst authentisch! 
Die Charaktere von den meisten Personen im Buch, sind sich im Wesentlichen alle ziemlich ähnlich. Jedoch finde ich es gut, dass nicht alle nur gut oder nur böse waren, sondern dass jeder auch Schatten bzw. Licht in sich trägt. Mir hat es auch gut gefallen, dass die Autorin gegen Ende der Geschichte gut zwischen den verschiedenen Personen wechseln konnte.
Das Cover passt meiner Meinung nach sehr gut zum Buch. Die Dunkelheit, aber auch die Magie geht daraus hervor. 
Das Buch ist insgesamt eine originelle Idee, jedoch finde ich, dass die Handlung an einigen Punkten ausbaufähig ist. Meiner Meinung nach, verliert sich die Autorin, besonders am Anfang, viel zu sehr in Beschreibungen, da liest man teilweise mehrere Seiten davon. Außerdem dreht sich die Handlung meistens die ganze Zeit um die gleiche Frage. Natürlich, dass ist der große Punkt in dem Buch, aber keine Person hat doch 24/7 nur das Gleiche im Kopf. Die Entwicklung zwischen Anouk und Rhasgar ist ziemlich vorhersehbar und geschieht auch relativ schnell. 
Besonders am Anfang hat sich das Lesen des Buches ziemlich in die Länge gezogen, doch gegen Mitte hin, als dann mehr Spannung in die Handlung kam, wurde das Lesen deutlich einfacher und ich hatte auch mehr Lust dazu. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Handlung eine gute Idee zugrunde liegt, aber das es an einigen Stellen durchaus besser sein könnte. 
Das Buch empfehle ich Personen mit Geduld und der Fähigkeit sich darauf einzulassen.
Mein Lieblingsbuch wird es nicht, aber es schadet ja auch nicht es gelesen zu haben. 😉

💙💙💙   /💙💙💙💙💙

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